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	<title>Alle Steuerzahler Archive - Just Steuerberatungsgesellschaft Ihr Steuerberater in Stuttgart</title>
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	<description>Ihre Steuerkanzlei für Unternehmen Selbständige und Existenzgründer</description>
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		<title>Volle Erbfallkostenpauschale für Vermächtnisnehmer</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Just]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Oct 2026 09:25:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
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		<category><![CDATA[Erbfallkosten]]></category>
		<category><![CDATA[Erbfallkostenpauschbetrag]]></category>
		<category><![CDATA[Nachlassverbindlichkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Vermächtnisnehmer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Für Erbfallkosten gewährt der Fiskus einen Pauschbetrag i. H. von 15.000 EUR (§ 10 Abs. 5 Nr. 3 S. 2 des Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetzes (ErbStG)). Diesen können auch Vermächtnisnehmer beanspruchen. Dabei ist der Pauschbetrag für einen Vermächtnisnehmer nicht zu kürzen, wenn der Erwerb der übrigen Erben nicht der deutschen Besteuerung unterliegt. So lautet eine aktuelle [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Für Erbfallkosten</strong> gewährt der Fiskus <strong>einen Pauschbetrag i. H. von 15.000 EUR</strong> (§ 10 Abs. 5 Nr. 3 S. 2 des Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetzes (ErbStG)). Diesen können <strong>auch Vermächtnisnehmer </strong>beanspruchen. Dabei ist der Pauschbetrag für einen Vermächtnisnehmer <strong>nicht zu kürzen, wenn der Erwerb der übrigen Erben nicht der deutschen Besteuerung</strong> unterliegt. So lautet eine aktuelle Entscheidung des Bundesfinanzhofs.</p>
<p><strong>Hintergrund</strong></p>
<p>Nach § 1939 BGB kann der Erblasser durch Testament einem anderen,<strong> ohne ihn als Erben einzusetzen,</strong> einen Vermögensvorteil zuwenden <strong>(Vermächtnis).</strong></p>
<p>Als <strong>Nachlassverbindlichkeiten</strong> sind nach § 10 Abs. 5 Nr. 3 ErbStG u. a. <strong>die Kosten der Bestattung </strong>des Erblassers sowie <strong>die Kosten für ein angemessenes Grabdenkmal</strong> abzugsfähig. Ohne Kostennachweis wird <strong>ein Erbfallkostenpauschbetrag</strong> abgezogen, der durch das Jahressteuergesetz 2024 von 10.300 EUR <strong>auf 15.000 EUR erhöht wurde.</strong></p>
<p>Nach der Gesetzesbegründung soll so <strong>ein individueller Kostennachweis in der Mehrzahl der Fälle vermieden werden</strong> können. Die Erhöhung gilt für Erwerbe, für die die Steuer ab dem Monat entsteht, der der Gesetzesverkündung folgt, also ab Januar 2025.</p>
<p><strong>Sachverhalt und Entscheidung</strong></p>
<p>Der Bundesfinanzhof musste<strong> über diesen Streitfall </strong>entscheiden:</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td><strong>Sachverhalt</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>Die Erblasserin lebte in Großbritannien. Sie wurde von ihrem auch in Großbritannien lebenden Bruder beerbt. Die in Deutschland lebende Klägerin erhielt ein Geldvermächtnis. In ihrer Erbschaftsteuererklärung beantragte sie den Abzug des Erbfallkostenpauschbetrags in Höhe von damals 10.300 EUR. Tatsächlich waren ihr im Zusammenhang mit dem Erbfall nur Kosten<br />
i. H. von 13,20 EUR entstanden.</p>
<p>Das Finanzamt zog von dem Erwerb die tatsächlichen Kosten ab. Die Erbfallkostenpauschale gewährte es nicht. Die hiergegen gerichtete Klage hatte teilweise Erfolg. Das Finanzgericht Niedersachsen berücksichtigte die Pauschale anteilig im Verhältnis des Werts des Vermächtnisses zum Wert des Nachlasses. Es war der Ansicht, eine Gewährung des vollen Pauschbetrags scheide aus, da die Klägerin dadurch übermäßig begünstigt würde. Der Bundesfinanzhof sah das aber anders.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Die Erbfallkostenpauschale können <strong>nicht nur Erben,</strong> sondern auch andere Erwerber <strong>(wie Vermächtnisnehmer und Pflichtteilsberechtigte)</strong> beanspruchen.  Die Pauschale wird aber <strong>für jeden Erbfall</strong> – unabhängig von der Anzahl der Erwerber – <strong>nur einmal</strong> gewährt.</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td><strong>Merke — </strong>Sind in einem Erbfall neben einem einzelnen unbeschränkt steuerpflichtigen Erwerber weitere Personen vorhanden, deren Erwerb nicht der deutschen Besteuerung unterliegt, ist die Pauschale nicht zu kürzen. Vielmehr steht dem unbeschränkt steuerpflichtigen Erwerber der gesamte Pauschbetrag zu. Eine Kürzung hätte zur Folge, dass der Kürzungsbetrag verfällt. Das sieht das Gesetz aber nicht vor.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Quelle</strong> <strong>— </strong>BFH-Urteil vom 17.6.2026, Az. II R 25/23, unter <u>www.iww.de</u>, Abruf-Nr. 255494; BFH, PM Nr. 43/26 vom 20.8.2026</p>
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		<item>
		<title>Erbschaftsteuer: Im Oktober wird in Karlsruhe mündlich verhandelt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Just]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Oct 2026 13:08:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Alle Steuerzahler]]></category>
		<category><![CDATA[Erwerb von Todes wegen]]></category>
		<category><![CDATA[Familienheim]]></category>
		<category><![CDATA[tatsächliche häusliche Nutzung]]></category>
		<category><![CDATA[wirtschaftliche Einheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 12.10.2026 und am 13.10.2026 werden vor dem Bundesverfassungsgericht zwei wichtige Verfahren zur Erbschaftsteuer mündlich verhandelt. Gesetzgebungskompetenzen Die Verhandlung am 12.10.2026 (Az. 1 BvF 1/23) betrifft das Verfahren der Bayerischen Staatsregierung zu der Frage, ob die Bewertung von Grundbesitz, die persönlichen Freibeträge sowie die Steuersätze bei der Erbschaftsteuer mit dem Verfassungsrecht vereinbar sind. Dabei wird [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am 12.10.2026 und am 13.10.2026 werden vor dem Bundesverfassungsgericht <strong>zwei wichtige Verfahren zur Erbschaftsteuer mündlich verhandelt</strong>.</p>
<p><strong>Gesetzgebungskompetenzen</strong></p>
<p>Die Verhandlung am 12.10.2026 (Az. 1 BvF 1/23) betrifft <strong>das Verfahren der Bayerischen Staatsregierung</strong> zu der Frage, ob <strong>die Bewertung von Grundbesitz, die persönlichen Freibeträge sowie die Steuersätze bei der Erbschaftsteuer </strong>mit dem Verfassungsrecht vereinbar sind. Dabei wird geprüft werden, ob <strong>der Bund für die Gesetzgebung </strong>bei der Erbschaftsteuer <strong>überhaupt </strong>zuständig ist.</p>
<p>Außerdem wird die <strong>fehlende Anpassung von Freibeträgen und Steuersätzen an die Preissteigerung</strong> der letzten Jahre unter Berücksichtigung <strong>des regional unterschiedlichen Niveaus der Immobilienpreise</strong> gerügt.</p>
<p><strong>Verschonung von Betriebsvermögen</strong></p>
<p>In dem Verfahren mit dem Az. 1 BvR 804/22 geht es um die Frage, ob <strong>die Begünstigungen für Erwerbe von betrieblichem Vermögen</strong> im Vergleich zur Steuerbelastung des Privatvermögens verfassungsrechtlich <strong>toleriert werden können. Hierbei </strong>dürfte sich das Gericht intensiv <strong>mit den Verschonungsregelungen für Betriebsvermögen</strong> auseinandersetzen.</p>
<p><strong>Beachten Sie — 2014</strong> hatte das Bundesverfassungsgericht entschieden, dass <strong>die Privilegierung des Betriebsvermögens</strong> angesichts ihres Ausmaßes <strong>nicht mit dem Grundgesetz vereinbar</strong> ist. Hier lag <strong>das Urteil etwa fünf Monate nach der mündlichen Verhandlung </strong>vor.</p>
<p>Sollte die Verfassungsbeschwerde erfolgreich sein, stellt sich u. a. die Frage, ob es erneut <strong>zu einer Appellentscheidung</strong> kommt, die den Gesetzgeber <strong>für die Zukunft zu einer Überarbeitung</strong> des Erbschaftsteuergesetzes zwingt. Hierzu – und zu der damit verbundenen Frage, <strong>wie lange das geltende Recht dann noch anwendbar</strong> ist – lassen sich derzeit <strong>keine Aussagen treffen.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Quelle</strong> <strong>— </strong>BVerfG, Mitteilung Nr. 48/26 sowie Nr. 49/26 vom 30.7.2026</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Schulgeld: Beiträge an einen Schulförderverein können abziehbar sein</title>
		<link>https://just-steuerberater.de/schulgeld-beitraege-an-einen-schulfoerderverein-koennen-abziehbar-sein/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Just]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Oct 2026 17:18:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Alle Steuerzahler]]></category>
		<category><![CDATA[Förderverein]]></category>
		<category><![CDATA[Schulgeld]]></category>
		<category><![CDATA[Sonderausgaben]]></category>
		<category><![CDATA[zweckentsprechende Mittelverwendung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach § 10 Abs. 1 Nr. 9 des Einkommensteuergesetzes (EStG) können 30 % des Schulgelds, höchstens 5.000 EUR je Kind, als Sonderausgaben abgezogen werden, wobei Entgelte für Beherbergung, Betreuung und Verpflegung nicht begünstigt sind. Der Bundesfinanzhof hat nun entschieden, dass auch Beiträge von Eltern an einen Förderverein der Privatschule abziehbar sein können. Sachverhalt Eltern zahlten [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach § 10 Abs. 1 Nr. 9 des Einkommensteuergesetzes (EStG) können <strong>30 % des Schulgelds, höchstens 5.000 EUR je Kind, als Sonderausgaben</strong> abgezogen werden, wobei Entgelte für Beherbergung, Betreuung und Verpflegung nicht begünstigt sind. Der Bundesfinanzhof hat nun entschieden, dass<strong> auch Beiträge von Eltern an einen Förderverein der Privatschule</strong> abziehbar sein können.</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td><strong>Sachverhalt</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>Eltern zahlten im Streitjahr 1.000 EUR an den Förderverein einer staatlich anerkannten Ersatzschule, der die Beiträge zweckgebunden an die Schulträgerin weiterleitete. Letztere verwendete die Mittel zur Finanzierung des Schulbetriebs.</p>
<p>Das Finanzamt lehnte den Sonderausgabenabzug ab, da die Satzung des Fördervereins auch eine Mittelverwendung für Zwecke ermögliche, die über die Finanzierung des normalen Schulbetriebs hinausgingen. Klage und Revision waren erfolgreich.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Für die steuerliche Beurteilung kommt es nach Auffassung des Bundesfinanzhofs auf <strong>eine wirtschaftliche Betrachtungsweise</strong> an. Es macht <strong>wirtschaftlich keinen Unterschied,</strong> ob <strong>die Schule selbst</strong> Schulgeld erhebt oder ob die Finanzierung des Schulbetriebs <strong>über einen Förderverein </strong>erfolgt, an den die Eltern entsprechende Beiträge zahlen. <strong>Entscheidend</strong> ist, dass <strong>die Beiträge zur Finanzierung des normalen Schulbetriebs verwendet werden.</strong></p>
<p><strong>Die zweckentsprechende Mittelverwendung ist nachzuweisen</strong>. Ist sie <strong>durch Satzungsregelungen</strong> des Fördervereins sichergestellt, reicht dies regelmäßig aus. <strong>Anderenfalls muss der Steuerpflichtige – wie im Streitfall – nachweisen, </strong>dass die Beiträge an den Schulträger weitergeleitet und von diesem ausschließlich für den normalen Schulbetrieb verwendet wurden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Quelle</strong> <strong>— </strong>BFH-Urteil vom 3.6.2026, Az. X R 27/23, unter <u>www.iww.de</u>, Abruf-Nr. 255669; BFH, PM Nr. 44/26 vom 3.9.2026</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Erbschaft-/Schenkungsteuer: Steuerbefreiung für das Familienheim  richtet sich nach der wirtschaftlichen Einheit</title>
		<link>https://just-steuerberater.de/erbschaft-schenkungsteuer-steuerbefreiung-fuer-das-familienheim-richtet-sich-nach-der-wirtschaftlichen-einheit/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Just]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Oct 2026 15:02:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Alle Steuerzahler]]></category>
		<category><![CDATA[Erwerb von Todes wegen]]></category>
		<category><![CDATA[Familienheim]]></category>
		<category><![CDATA[tatsächliche häusliche Nutzung]]></category>
		<category><![CDATA[wirtschaftliche Einheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Erbschaft- und Schenkungsteuergesetz (ErbStG) sieht für das Familienheim eine Steuerbefreiung vor. Der Bundesfinanzhof hat nun entschieden, dass hierunter auch ein mitgenutztes Garten- und Wegegrundstück fallen kann. Dabei ist als steuerbegünstigtes Grundstück die wirtschaftliche Einheit von Grundstücksflächen anzusehen, die für das Erbschaftsteuerverfahren bindend festgestellt wird. Hintergrund Die unentgeltliche Übertragung des Familienheims ist unter den Voraussetzungen [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das <strong>Erbschaft- und Schenkungsteuergesetz (ErbStG) </strong>sieht für das <strong>Familienheim</strong> <strong>eine Steuerbefreiung</strong> vor. Der Bundesfinanzhof hat nun entschieden, dass hierunter <strong>auch ein mitgenutztes Garten- und Wegegrundstück fallen </strong>kann. Dabei ist als steuerbegünstigtes Grundstück <strong>die wirtschaftliche Einheit von Grundstücksflächen</strong> anzusehen, die <strong>für das Erbschaftsteuerverfahren bindend festgestellt</strong> wird.</p>
<p><strong>Hintergrund</strong></p>
<p>Die <strong>unentgeltliche Übertragung des Familienheims </strong>ist unter den Voraussetzungen des § 13 Abs. 1 Nr. 4a, 4b, 4c ErbStG <strong>steuerfrei. Begünstigt sind </strong>die lebzeitige Übertragung zwischen Ehegatten, der Ehegattenerwerb von Todes wegen sowie der Erwerb von Todes wegen durch Kinder oder Enkel (verstorbener Kinder).</p>
<p><strong>Beachten Sie — </strong>Beim <strong>Erwerb von Todes</strong> wegen sind (im Gegensatz zur Schenkung) <strong>Behaltensfristen </strong>zu beachten.</p>
<p><strong>Erben Kinder oder Enkel (verstorbener Kinder),</strong> ist darüber hinaus zu beachten, dass <strong>die Steuerbefreiung auf eine Wohnfläche von 200 qm begrenzt</strong> ist.</p>
<p><strong>Ebenfalls wichtig: </strong>Der Erwerber muss die Wohnung <strong>unverzüglich,</strong> d. h., ohne schuldhaftes Zögern,<strong> zur Selbstnutzung für eigene Wohnzwecke</strong> bestimmen.</p>
<p><strong>Sachverhalt und Entscheidung</strong></p>
<p>Dem Bundesfinanzhof lag folgender <strong>Sachverhalt </strong>zur Entscheidung vor:</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td><strong>Sachverhalt</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>Zum Nachlass gehörte ein durch den Vater (Erblasser) vor seinem Tod selbstgenutztes Wohnhaus, das der Sohn nach dem Tod des Vaters bezog. Das Finanzamt hatte die Erbschaftsteuerbefreiung auf das Flurstück begrenzt, das mit dem Wohnhaus bebaut war. Zusammen mit dem Familienheim genutzte Garten- und Wegeflächen berücksichtigte das Finanzamt nicht. Dagegen wandte sich der Sohn und war im Revisionsverfahren erfolgreich.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Der <strong>Begriff des „bebauten Grundstücks“ </strong>i. S. des § 13 Abs. 1 Nr. 4c ErbStG<br />
<strong>ist bewertungsrechtlich auszulegen.</strong> Er umfasst <strong>alle Flächen, die das Belegenheitsfinanzamt</strong> – also das Finanzamt am Ort des Grundbesitzes – <strong>als wirtschaftliche Einheit bindend für das Erbschaftsteuerfinanzamt feststellt. </strong></p>
<p>Das bedeutet Folgendes: <strong>Mehrere Flurstücke, die gemeinsam genutzt</strong> werden – etwa ein Wohnhaus <strong>mit angrenzendem Garten oder einem Zugangsweg</strong> – können <strong>der Steuerbefreiung</strong> zugrunde liegen, wenn sie <strong>als eine wirtschaftliche Einheit</strong> festgestellt werden. Diese Auslegung spiegelt <strong>die tatsächliche häusliche Nutzung </strong>wider, die das Finanzamt vor Ort gut beurteilen kann.</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td><strong>Merke — </strong>Erben müssen bereits gegen die Feststellung der wirtschaftlichen Einheit durch das Belegenheitsfinanzamt vorgehen, sollten sie mit der Bestimmung des steuerbefreiten Grundstücks nicht einverstanden sein. Denn im Erbschaftsteuerverfahren haben Einwendungen gegen den Umfang des Grundstücks keinen Erfolg mehr.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Quelle</strong> <strong>— </strong>BFH-Urteil vom 17.6.2026, Az. II R 27/23, unter <u>www.iww.de</u>, Abruf-Nr. 255416; BFH, PM Nr. 42/26 vom 13.8.2026</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://just-steuerberater.de/erbschaft-schenkungsteuer-steuerbefreiung-fuer-das-familienheim-richtet-sich-nach-der-wirtschaftlichen-einheit/">Erbschaft-/Schenkungsteuer: Steuerbefreiung für das Familienheim  richtet sich nach der wirtschaftlichen Einheit</a> erschien zuerst auf <a href="https://just-steuerberater.de">Just Steuerberatungsgesellschaft Ihr Steuerberater in Stuttgart</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Steuerbegünstigung für Baudenkmal: Abzugsbeträge  gehen nicht auf Erben über</title>
		<link>https://just-steuerberater.de/steuerbeguenstigung-fuer-baudenkmal-abzugsbetraege-gehen-nicht-auf-erben-ueber/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Just]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Sep 2026 12:03:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Alle Steuerzahler]]></category>
		<category><![CDATA[Baudenkmal]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsfähigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Sanierungsgebiete]]></category>
		<category><![CDATA[Steuerbegünstigung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hat der Steuerpflichtige Aufwendungen zur Erhaltung eines zu eigenen Wohnzwecken genutzten Baudenkmals nach § 10f Abs. 1 oder Abs. 2 des Einkommensteuergesetzes (EStG) getragen und verstirbt er vor Ablauf des zehnjährigen Abzugszeitraums, geht die Abzugsberechtigung grundsätzlich nicht auf den Erben über. Soweit § 10f Abs. 4 S. 3 i. V. mit § 10e Abs. 5 [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://just-steuerberater.de/steuerbeguenstigung-fuer-baudenkmal-abzugsbetraege-gehen-nicht-auf-erben-ueber/">Steuerbegünstigung für Baudenkmal: Abzugsbeträge  gehen nicht auf Erben über</a> erschien zuerst auf <a href="https://just-steuerberater.de">Just Steuerberatungsgesellschaft Ihr Steuerberater in Stuttgart</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Hat der Steuerpflichtige <strong>Aufwendungen zur Erhaltung eines zu eigenen Wohnzwecken genutzten Baudenkmals</strong> nach § 10f Abs. 1 oder Abs. 2 des Einkommensteuergesetzes (EStG) getragen und verstirbt er vor Ablauf des zehnjährigen Abzugszeitraums, <strong>geht die Abzugsberechtigung grundsätzlich nicht auf den Erben über.</strong> Soweit § 10f Abs. 4 S. 3<br />
i. V. mit § 10e Abs. 5 S. 3 EStG <strong>für zusammenveranlagte Ehegatten etwas anderes vorsieht,</strong> ist das <strong>eine Ausnahmeregelung.</strong></p>
<p><strong>Hintergrund: </strong>§ 10f EStG enthält <strong>eine Steuerbegünstigung für Baudenkmale und Gebäude in Sanierungsgebieten und städtebaulichen Entwicklungsbereichen. </strong>So können Steuerpflichtige z. B. nach Abs. 1 Aufwendungen an einem eigenen Gebäude im Kalenderjahr des Abschlusses der Baumaßnahme <strong>und in den neun folgenden Kalenderjahren jeweils bis zu 9 % wie Sonderausgaben </strong>abziehen. Dies setzt aber u. a. voraus, dass das Gebäude in dem jeweiligen Kalenderjahr <strong>zu eigenen Wohnzwecken genutzt</strong> wird.</p>
<p>Im Streitfall ging es um die Frage, <strong>ob der Erbe des Steuerpflichtigen (Sohn) </strong>die Abzugsbeträge nach § 10f EStG <strong>fortsetzen</strong> kann, wenn der Steuerpflichtige<strong> innerhalb des zehnjährigen Abzugszeitraums verstirbt </strong>und der Erbe das Gebäude <strong>anschließend zu eigenen Wohnzwecken </strong>nutzt. Das Finanzamt lehnte dies ab. Das Klageverfahren und die Revision blieben erfolglos.</p>
<p>Der Bundesfinanzhof führte u. a. aus, dass <strong>die Leistungsfähigkeit des Erben, </strong>der keine eigenen Aufwendungen für das Objekt hatte, sondern dem es unentgeltlich zugefallen ist, <strong>nicht gemindert wird. </strong>Entsprechend ist neben der fehlenden gesetzlichen Rechtsgrundlage auch <strong>kein Grund für den Abzug von Aufwand beim Erben ersichtlich, </strong>den ein Dritter getragen hatte.</p>
<p>Die Entscheidung schließt an<strong> einen Beschluss des Großen Senats</strong> des Bundesfinanzhofs an, der hinsichtlich <strong>des verbleibenden Verlustvortrags</strong> nach § 10d Abs. 4 EStG entschieden hatte, dass dieser <strong>nicht auf den Erben übergeht.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Quelle</strong> <strong>— </strong>BFH-Urteil vom 25.3.2026, Az. X R 23/24, unter <u>www.iww.de</u>, Abruf-Nr. 254566</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://just-steuerberater.de/steuerbeguenstigung-fuer-baudenkmal-abzugsbetraege-gehen-nicht-auf-erben-ueber/">Steuerbegünstigung für Baudenkmal: Abzugsbeträge  gehen nicht auf Erben über</a> erschien zuerst auf <a href="https://just-steuerberater.de">Just Steuerberatungsgesellschaft Ihr Steuerberater in Stuttgart</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Regierungsentwurf zur Frühstartrente liegt vor</title>
		<link>https://just-steuerberater.de/regierungsentwurf-zur-fruehstartrente-liegt-vor/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Just]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Sep 2026 16:55:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Alle Steuerzahler]]></category>
		<category><![CDATA[Altersvorsorgevertrag]]></category>
		<category><![CDATA[Frühstartrente]]></category>
		<category><![CDATA[kapitalgedeckte Altersvorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[private Altersvorsorge]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit der Einführung einer Frühstartrente soll Alterssicherung bereits im Kindesalter mit staatlichen Einzahlungen in eine kapitalgedeckte Altersvorsorge beginnen. Am 12.8.2026 hat das Bundeskabinett den vom Bundesfinanzministerium vorgelegten Gesetzentwurf zur Einführung der Frühstartrente beschlossen. Auch ein Fragen-Antworten-Katalog wurde bereits veröffentlicht. Mit der Frühstartrente will die Bundesregierung den frühzeitigen Aufbau einer privaten Altersvorsorge unterstützen. Zur Anlage der [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit der Einführung einer Frühstartrente soll <strong>Alterssicherung bereits im Kindesalter mit staatlichen Einzahlungen in eine kapitalgedeckte Altersvorsorge</strong> beginnen. Am 12.8.2026 hat das Bundeskabinett den vom Bundesfinanzministerium vorgelegten <strong>Gesetzentwurf</strong> zur Einführung der Frühstartrente beschlossen. Auch <strong>ein Fragen-Antworten-Katalog</strong> wurde bereits veröffentlicht.</p>
<p>Mit der Frühstartrente will die Bundesregierung den frühzeitigen <strong>Aufbau einer privaten Altersvorsorge</strong> unterstützen. Zur Anlage der Frühstartrente können Eltern<strong> für Kinder, die das 6. Lebensjahr</strong> vollenden, einen individuellen, kapitalgedeckten und privatwirtschaftlich organisierten <strong>Altersvorsorgedepot-Vertrag</strong> bei einem Anbieter ihrer Wahl eröffnen, der die Voraussetzungen eines Standarddepot-Vertrags erfüllt. Der Bund zahlt für diese Kinder <strong>bis zur Volljährigkeit 10 EUR pro Monat</strong> in das Depot ein. Die Einzahlung weiterer <strong>Eigenbeiträge bis zu 6.840 EUR pro Jahr</strong> ist möglich.</p>
<p>Eröffnen die Eltern <strong>kein Altersvorsorgedepot, </strong>werden die nicht abgerufenen Gelder <strong>kollektiv nach den einzelnen Jahrgängen angelegt.</strong> Bei einer <strong>nachträglichen Depoteröffnung</strong> (durch die Eltern oder die inzwischen volljährigen Begünstigten) können die Mittel, die in der kollektiven Anlage angespart wurden, auf <strong>den persönlichen Altersvorsorgevertrag </strong>übertragen werden.</p>
<p><strong>Ab dem 18. Lebensjahr</strong> kann das Altersvorsorgedepot bis zum Renteneintritt durch <strong>eigene Einzahlungen </strong>weiter bespart werden. Alternativ kann auch<strong> in einen anderen zertifizierten Altersvorsorgevertrag gewechsel</strong>t werden.</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td><strong>Merke — </strong>Die Erträge aus der Frühstartrente bleiben bis zum Beginn der Auszahlungsphase, also bis zum Renteneintritt, steuerfrei.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><strong>Anspruchsberechtigt</strong> sind <strong>ab dem Geburtsjahrgang 2020</strong> alle Kinder und Jugendlichen <strong>vom 6. bis zum 18. Lebensjahr,</strong> die ihren ersten Wohnsitz im Inland haben.</p>
<p>Das <strong>Gesetzgebungsverfahren soll 2026 abgeschlossen</strong> werden. Es ist geplant, dass <strong>die Auszahlung rückwirkend zum 1.1.2026</strong> erfolgt – zunächst <strong>für den Geburtsjahrgang 2020, </strong>also für die Kinder, die zum Programmstart <strong>sechs Jahre</strong> alt sind. In den folgenden Jahren erwerben dann zusätzlich immer die Kinder einen neuen Anspruch, die <strong>im jeweiligen Jahr</strong> ihr<br />
6. Lebensjahr vollenden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Quelle</strong> <strong>— </strong>BMF: „Fragen und Antworten zur Frühstartrente“, Stand: 12.8.2026, abrufbar unter <u>www.iww.de/s16005</u></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Immobilienverkauf: Unentgeltliche Ratenzahlungsvereinbarung  führt nicht mehr zu Kapitalerträgen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Just]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 09:16:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Alle Steuerzahler]]></category>
		<category><![CDATA[freigebige Zuwendung]]></category>
		<category><![CDATA[Immobilienverkauf]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalüberlassung]]></category>
		<category><![CDATA[Kaufpreisstundung]]></category>
		<category><![CDATA[Ratenzahlungsvereinbarung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vereinbaren die Parteien bei der Veräußerung eines Wirtschaftsguts im Privatvermögen ausdrücklich eine unverzinsliche Kaufpreisstundung und sollen sämtliche Raten ausschließlich auf den Kaufpreis angerechnet werden, erzielt der Veräußerer nun doch keine Einkünfte aus Kapitalvermögen nach § 20 Abs. 1 Nr. 7 Einkommensteuergesetz (EStG). Damit hat der Bundesfinanzhof seine bisherige Ansicht verworfen, wonach die einzelnen Raten nach [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vereinbaren die Parteien bei <strong>der Veräußerung eines Wirtschaftsguts im Privatvermögen</strong> ausdrücklich <strong>eine unverzinsliche Kaufpreisstundung und sollen sämtliche Raten ausschließlich auf den Kaufpreis angerechnet </strong>werden, erzielt der Veräußerer nun doch <strong>keine Einkünfte aus Kapitalvermögen</strong> nach § 20 Abs. 1 Nr. 7 Einkommensteuergesetz (EStG). Damit hat der Bundesfinanzhof <strong>seine bisherige Ansicht verworfen,</strong> wonach <strong>die einzelnen Raten </strong>nach § 12 Abs. 3 Bewertungsgesetz (BewG) <strong>typisierend</strong> <strong>in einen Tilgungs- und Zinsanteil aufzuteilen</strong> sind.</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td><strong>Sachverhalt</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>Eheleute veräußerten ein seit mehr als zehn Jahren gehaltenes Grundstück zum Verkehrswert an ihre Tochter. Da diese keine Bankfinanzierung erhalten konnte, wurde der Kaufpreis vollständig gestundet. Er sollte über einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten in monatlichen Raten getilgt werden. Vorzeitige Tilgungen sollten dabei nicht zu einer ermäßigten Gesamtrückzahlungssumme führen.</p>
<p>Der notarielle Vertrag bestimmte ausdrücklich, dass keine Verzinsung erfolgen sollte, sämtliche Raten ausschließlich auf den Kaufpreis angerechnet werden und der Vorteil der fehlenden Verzinsung der Tochter zugewendet werden sollte.</p>
<p>Das Finanzamt zerlegte die Ratenzahlungen nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs unter Heranziehung des § 12 Abs. 3 BewG rechnerisch in Tilgungs- und Zinsanteile und unterwarf letztere als Einkünfte aus Kapitalvermögen der Besteuerung. Hiergegen wehrten sich die Eheleute – und zwar erfolgreich.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><strong>Keine freigebige Zuwendung (Schenkung)</strong></p>
<p>Der Bundesfinanzhof gelangte zunächst zu dem Ergebnis, dass <strong>die unverzinsliche Kaufpreisstundung keine freigebige Zuwendung (Schenkung)</strong> darstellt. Zwar wollten die Eltern ihrer Tochter den Zinsvorteil zukommen lassen. Es fehlt allerdings bereits <strong>an einer schenkungsteuerlich erforderlichen Vermögensverschiebung. </strong></p>
<p><strong>Beachten Sie — Anders als bei einem unverzinslichen Darlehen</strong> wird der Tochter <strong>kein Kapital zur Nutzung</strong> überlassen. Vielmehr wird lediglich <strong>ihre Verpflichtung zur sofortigen Kaufpreiszahlung hinausgeschoben.</strong></p>
<p><strong>Keine Einkommensteuer</strong></p>
<p>Den eigentlichen Schwerpunkt bildet jedoch die einkommensteuerliche Würdigung. Hier hat der Bundesfinanzhof herausgestellt, dass<strong> eine unverzinsliche Stundung zwar eine Kapitalüberlassung</strong> darstellt. Fehlt jedoch nach dem übereinstimmenden Parteiwillen gerade jedes Entgelt für diese Kapitalüberlassung, ist der Tatbestand des § 20 Abs. 1 Nr. 7 EStG (Einkünfte aus Kapitalvermögen) <strong>nicht verwirklicht.</strong></p>
<p>Entscheidend ist <strong>die zivilrechtliche Vereinbarung. </strong>Haben die Vertragsparteien ausdrücklich geregelt, dass <strong>sämtliche Raten ausschließlich Kaufpreiszahlungen darstellen und keine Verzinsung</strong> erfolgen soll, ist diese Vereinbarung<strong> auch steuerlich anzuerkennen. „</strong>Nur“<strong> bei einem Gestaltungsmissbrauch oder verschleierter Zinsabrede</strong> kann etwas anderes gelten.</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td><strong>Merke — </strong>Der Bundesfinanzhof hält nicht mehr daran fest, die einzelnen Ratenzahlungen unter Rückgriff auf § 12 Abs. 3 BewG typisierend in Tilgungs- und Zinsanteile aufzuteilen.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Der Bundesfinanzhof begründet <strong>den Rechtsprechungswechsel</strong> auch mit der <strong>seit Einführung der Abgeltungsteuer geltenden Systematik. </strong>Seit 2009 unterliegen neben laufenden Erträgen<strong> auch Wertveränderungen von Kapitalforderungen</strong> nach § 20 Abs. 2 EStG der Besteuerung. Deshalb sind Nutzungsentgelte und Rückzahlungen <strong>strikt voneinander zu trennen.</strong> Kaufpreisraten sind grundsätzlich vollständig Tilgungsleistungen; <strong>eine künstliche Aufspaltung in Tilgungs- und Zinsanteile passt nicht mehr in dieses System.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Quelle</strong> <strong>— </strong>BFH-Urteil vom 24.3.2026, Az. VIII R 30/24, unter <u>www.iww.de</u>, Abruf-Nr. 254381</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Kindergeld: Ausbildung zum Rettungssanitäter ist keine Erstausbildung</title>
		<link>https://just-steuerberater.de/kindergeld-ausbildung-zum-rettungssanitaeter-ist-keine-erstausbildung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Just]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Sep 2026 09:07:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Alle Steuerzahler]]></category>
		<category><![CDATA[erstmalige Berufsausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Erststudium]]></category>
		<category><![CDATA[Kindergeldanspruch]]></category>
		<category><![CDATA[Rettungssanitäter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Bundesfinanzhof hat entschieden: Die Ausbildung zum Rettungssanitäter gilt trotz ihrer berufsqualifizierenden Wirkung nicht als Abschluss einer erstmaligen Berufsausbildung i. S. des § 32 Abs. 4 S. 2 Einkommensteuergesetz (EStG), weil sie kürzer als ein Jahr dauert. Hintergrund: Für den Kindergeldanspruch für volljährige Kinder ist es oft entscheidend, ob sich das Kind in einer Erst- [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Bundesfinanzhof hat entschieden: Die <strong>Ausbildung zum Rettungssanitäter</strong> gilt trotz ihrer berufsqualifizierenden Wirkung <strong>nicht als Abschluss einer erstmaligen Berufsausbildung</strong><br />
i. S. des § 32 Abs. 4 S. 2 Einkommensteuergesetz (EStG), weil sie <strong>kürzer als ein Jahr</strong> dauert.</p>
<p><strong>Hintergrund:</strong> Für den Kindergeldanspruch <strong>für volljährige Kinder</strong> ist es oft entscheidend, ob sich das Kind <strong>in einer Erst- oder einer Zweitausbildung </strong>befindet. Denn <strong>nach Abschluss einer erstmaligen Berufsausbildung oder eines Erststudiums</strong> ist <strong>eine Erwerbstätigkeit grundsätzlich schädlich.</strong> <strong>Ausgenommen</strong> sind nur:</p>
<ul>
<li>Eine Erwerbstätigkeit mit <strong>bis zu 20 Stunden</strong> regelmäßiger wöchentlicher Arbeitszeit,</li>
<li><strong>ein Ausbildungsdienstverhältnis oder </strong></li>
<li><strong>ein geringfügiges Beschäftigungsverhältnis.</strong></li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Beachten Sie — </strong>Rettungssanitäter werden <strong>beim Krankentransport</strong> als Fahrer sowie <strong>in der Notfallrettung</strong> als Teil der Besatzung eines Notarzt- oder Rettungswagens eingesetzt, um den Notarzt oder Notfallsanitäter zu unterstützen. <strong>Die Dauer</strong> der Rettungssanitäter-Ausbildung ist <strong>mit 520 Stunden vergleichsweise kurz.</strong></p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td><strong>Sachverhalt</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>Die in den Streitmonaten (Juni bis August 2023) 21 Jahre alte Tochter hatte nach ihrem Abitur und Bundesfreiwilligendienst in den Monaten Februar bis Mai 2023 eine Rettungssanitäter-Ausbildung absolviert.</p>
<p>Im Anschluss daran nahm sie, da sie mit ihrer ursprünglich geplanten Ausbildung noch nicht beginnen konnte, eine Vollzeittätigkeit als Rettungssanitäterin auf.</p>
<p>Die Familienkasse gewährte das Kindergeld ab September 2023 im Hinblick auf die Ausbildung zur Notfallsanitäterin, versagte es aber für die Streitmonate. Der hiergegen erhobenen Klage des Vaters gab das Finanzgericht Niedersachsen statt. Diese Entscheidung hat der Bundesfinanzhof nun im Ergebnis bestätigt.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Die Vollzeittätigkeit als Rettungssanitäterin steht dem Kindergeldanspruch nicht entgegen. <strong>In den Streitmonaten fehlte es noch am Abschluss einer erstmaligen Berufsausbildung,</strong> da die Rettungssanitäter-Ausbildung nicht als solche i. S. des § 32 Abs. 4 S. 2 EStG anzusehen ist. Für die Anwendung dieser Vorschrift <strong>ist grundsätzlich eine Mindestausbildungsdauer von einem Jahr </strong>zu verlangen. Diese erfüllt die landesrechtlich geregelte, in Vollzeitform nur etwa<strong> drei Monate dauernde Rettungssanitäter-Ausbildung</strong> nicht.</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td><strong>Merke — </strong>Anders zu sehen wäre dies beispielsweise für die Notfallsanitäter-Ausbildung, die gemäß § 5 Abs. 1 S. 1 Notfallsanitätergesetz in Vollzeitform drei Jahre dauert.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Quelle</strong> <strong>— </strong>BFH-Urteil vom 22.4.2026, Az. III R 7/24, unter <u>www.iww.de</u>, Abruf-Nr. 255199; BFH, PM Nr. 40/26 vom 30.7.2026</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Selbstcheck Erwerbsstatus: Selbstständige Tätigkeit oder abhängige Beschäftigung?</title>
		<link>https://just-steuerberater.de/selbstcheck-erwerbsstatus-selbststaendige-taetigkeit-oder-abhaengige-beschaeftigung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Just]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Aug 2026 09:38:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Alle Steuerzahler]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Rentenversicherung]]></category>
		<category><![CDATA[Erwerbsstatus]]></category>
		<category><![CDATA[Statusfeststellung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Deutsche Rentenversicherung Bund bietet einen sogenannten „Selbstcheck Erwerbsstatus“ an (unter www.iww.de/s15893). Hierdurch erhalten Auftragnehmer und -geber eine erste Tendenz zum Erwerbsstatus (abhängig beschäftigt versus selbstständig tätig). Die unverbindliche Einschätzung basiert auf den gemachten Angaben und der Bewertung nach den durch die Rechtsprechung entwickelten Abgrenzungskriterien. Der Test dauert ca. 10 bis 15 Minuten und erfordert [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Deutsche Rentenversicherung Bund bietet <strong>einen sogenannten „Selbstcheck Erwerbsstatus“</strong> an (unter <u>www.iww.de/s15893</u>). Hierdurch erhalten Auftragnehmer und -geber <strong>eine erste Tendenz zum Erwerbsstatus</strong> (abhängig beschäftigt versus selbstständig tätig). Die <strong>unverbindliche</strong> Einschätzung basiert auf den gemachten Angaben und der Bewertung nach den durch die Rechtsprechung entwickelten <strong>Abgrenzungskriterien.</strong></p>
<p>Der Test <strong>dauert ca. 10 bis 15 Minuten</strong> und erfordert u. a. Angaben <strong>zur Arbeitszeit und zur Arbeitsausführung</strong>. Auch Angaben <strong>zur Kundengewinnung</strong> und zu den eingesetzten <strong>Arbeitsmitteln </strong>sind zu machen.</p>
<p>Der „Selbstcheck Erwerbsstatus“ ist:</p>
<ul>
<li><strong>Anonym:</strong> Keine Erfassung persönlicher Daten, sodass die Privatsphäre geschützt bleibt.</li>
<li><strong>Unverbindlich, schnell und unkompliziert:</strong> In Echtzeit erfolgt eine erste Tendenz zur Einschätzung. Diese dient jedoch ausschließlich zur Orientierung.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Beachten Sie — </strong>Für <strong>eine rechtsverbindliche Statusfeststellung</strong> müssen immer <strong>die vertraglichen Regelungen und deren tatsächliche Umsetzung</strong> vorgelegt werden. Der Selbstcheck ersetzt somit <strong>keine verbindliche Statusfeststellung.</strong></p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td><strong>Merke — </strong>Der „Selbstcheck Erwerbsstatus“ ist nicht geeignet zur Erstellung einer tendenziellen Einschätzung für diese „GmbH-Sachverhalte“: Gesellschafter-Geschäftsführer, mitarbeitende Gesellschafter und Fremdgeschäftsführer.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Der Beitrag <a href="https://just-steuerberater.de/selbstcheck-erwerbsstatus-selbststaendige-taetigkeit-oder-abhaengige-beschaeftigung/">Selbstcheck Erwerbsstatus: Selbstständige Tätigkeit oder abhängige Beschäftigung?</a> erschien zuerst auf <a href="https://just-steuerberater.de">Just Steuerberatungsgesellschaft Ihr Steuerberater in Stuttgart</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Fragen-Antworten-Katalog zur Rentenreform</title>
		<link>https://just-steuerberater.de/fragen-antworten-katalog-zur-rentenreform/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Just]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Aug 2026 08:16:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Alle Steuerzahler]]></category>
		<category><![CDATA[Renteneintrittsalter]]></category>
		<category><![CDATA[Rentenreform]]></category>
		<category><![CDATA[Rentenversicherung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://just-steuerberater.de/?p=12282</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Alterssicherungskommission hat der Bundesregierung ihre Vorschläge für eine grundlegende Rentenreform vorgelegt. Mit der Reform erhofft sich die Bundesregierung eine Trendumkehr: Sie soll es ermöglichen, dass der Beitragssatz in der Rentenversicherung sinkt und sich mittelfristig das Gesamtversorgungsniveau aus gesetzlicher Rente, betrieblicher und privater Altersvorsorge erhöht. In dem Fragen-Antworten-Katalog (unter www.iww.de/s15872) geht die Bundesregierung u. a. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://just-steuerberater.de/fragen-antworten-katalog-zur-rentenreform/">Fragen-Antworten-Katalog zur Rentenreform</a> erschien zuerst auf <a href="https://just-steuerberater.de">Just Steuerberatungsgesellschaft Ihr Steuerberater in Stuttgart</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Alterssicherungskommission</strong> hat der Bundesregierung ihre <strong>Vorschläge für eine grundlegende Rentenreform</strong> vorgelegt. Mit der Reform erhofft sich die Bundesregierung <strong>eine Trendumkehr:</strong> Sie soll es ermöglichen, dass <strong>der Beitragssatz</strong> in der Rentenversicherung sinkt und sich <strong>mittelfristig das Gesamtversorgungsniveau </strong>aus gesetzlicher Rente, betrieblicher und privater Altersvorsorge erhöht.</p>
<p>In dem <strong>Fragen-Antworten-Katalog</strong> (unter <u>www.iww.de/s15872</u>) geht die Bundesregierung<br />
u. a. <strong>auf diese Punkte</strong> ein:</p>
<ul>
<li>Warum wurde <strong>eine Alterssicherungskommission</strong> eingesetzt?</li>
<li>Wie soll <strong>das Gesamtversorgungsniveau stabilisiert </strong>werden?</li>
<li><strong>Was ändert sich im Kern</strong> bei der gesetzlichen Rente?</li>
<li>Was ändert sich <strong>beim Renteneintrittsalter?</strong></li>
<li>Was ändert sich <strong>bei der Berechnung</strong> der Rente?</li>
<li>Wie kann <strong>der Kreis der Beitragszahlenden erhöht</strong> werden?</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Quelle</strong> <strong>— </strong>Die Bundesregierung, Mitteilung vom 24.6.2026, „Fragen und Antworten: 33 Empfehlungen für eine große Rentenreform“</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://just-steuerberater.de/fragen-antworten-katalog-zur-rentenreform/">Fragen-Antworten-Katalog zur Rentenreform</a> erschien zuerst auf <a href="https://just-steuerberater.de">Just Steuerberatungsgesellschaft Ihr Steuerberater in Stuttgart</a>.</p>
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